LASERSCHNEIDEN: DIE TECHNIK

Verfahrensdefinition und -übersicht

Die Verfahren des Laserschneidens sind Schneidverfahren und gehören nach DIN 8580 in der Hauptgruppe Trennen zur Gruppe Abtragen und hier zur Untergruppe Thermisches Abtragen. Alle Schneidverfahren haben gemeinsam, daß der Strahl als "Werkzeug" punktförmig wirkt und die Konturinformation für die Schneidbearbeitung über die NC-Steuerung eingebracht wird.

Das Verfahrensprinzip beim Laserschneiden beruht darauf, daß der fokussierte Laserstrahl den festen Spaltwerkstoff erwärmt und zu dessen Umwandlung in flüssige oder dampfförmige Phase beiträgt. Bei dem Laserstrahlbrennschneiden wird durch die Laserstrahlung der Werkstoff auf Entzündungstemperatur erwärmt und ein reaktiver Schneidgasstrahl bläst das verflüssigte Material sowie die entstandene Schlacke aus dem Schneidspalt aus.

Für die Metallbearbeitung ist das Laserstrahlbrennschneiden wegen höherer erreichbarer Schneidgeschwindigkeiten bei weitgehend parallelen Schnittflächen von besonderer Bedeutung. Aufgrund der punktförmigen, werkzeuglosen Wechselwirkung zwischen Strahl und zu bearbeitendem Werkstück ist das Verfahren des Laserschneidens durch besonders hohe Mengen- und Produktflexibilität der herzustellenden Werkstücke gekennzeichnet. Die Werkstückflexibilität wird fast ausschließlich durch die Leistungsfähigkeit der Handhabungseinrichtung und deren Steuerungen begrenzt. Mit mehrachsigen Maschinen ist auch die Bearbeitung von räumlichen Werkstücken möglich. Das Verfahren des Laserschneidens hat sich in der Blechbearbeitung als schnelles, flexibles und wirtschaftliches  Fertigungsverfahren in vielen Anwendungsfeldern bewährt.